TU Wettbewerbs Sieger
Im Rahmen eines von der Technische Universität Wien initiierten Wettbewerbs entwickelten wir einen Entwurf für einen prototypischen Bankomat-Kiosk für IBM.
Ziel war es, klassische Bankomaten mit einem architektonisch klar erkennbaren Markenraum zu verbinden und damit einen neuen Typus öffentlicher Infrastruktur zu schaffen, der sowohl funktional als auch identitätsstiftend wirkt.
Der Entwurf basiert auf einer prägnanten, skulpturalen Struktur aus gebogenen Leimbindern, die sich zu einer blütenartigen Form öffnen. Diese Konstruktion bildet eine räumliche Hülle, unter der drei Bankomaten kreisförmig angeordnet sind. Die Geräte funktionieren dabei wie ein kleiner „Kreisverkehr“ der Nutzung: Mehrere Personen können gleichzeitig ihre Transaktionen durchführen, ohne sich gegenseitig zu behindern.
Im Zentrum des Pavillons befindet sich ein kleines Selbstbedienungs-Foyer für komplexere Bankgeschäfte, das den klassischen Geldautomaten um eine zusätzliche Serviceebene ergänzt.
Der Baukörper selbst ist als klarer Monolith gedacht ein starkes Symbol für Stabilität und Vertrauen, Eigenschaften, die im Bankkontext eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig wurde bewusst auf Erweiterbarkeit verzichtet, um eine eindeutige, ikonische Form zu schaffen.
Der Entwurf ging als Siegerprojekt aus dem Wettbewerb hervor und wurde anschließend gemeinsam mit IBM weiterentwickelt. Im Zuge dieser Phase wurden konstruktive Details ausgearbeitet und eine Ausschreibung vorbereitet. Noch vor der Realisierung des ersten Prototypen in Wien wurde jedoch das Bankomat-Geschäft von IBM veräußert, wodurch das Projekt letztlich nicht umgesetzt wurde.
Trotz seiner Unvollendung zeigt der Entwurf einen Ansatz, wie technische Infrastruktur durch prägnante Architektur zu einem identitätsstiftenden öffentlichen Ort werden kann.
Entwurf für einen prototypischen Bankomat-Kiosk für IBM
Entwurf, Einreichung zur Wettbewerbsteilnahme
TU Wettbewerbs Sieger, leider nicht umgesetzt.
– Wettbewerb TU Wien
– Architekten: Arch. DI Bernhard Liegler
TU Wien



