uMBAU UND AUFSTOCKUNG DES BÜRO- UND PRODUKTIONSGEBÄUDES

2002

In der Moritz-Dreger-Gasse 20 im 21. Wiener Gemeindebezirk wurde im Jahr 2002 ein bestehendes Büro- und Produktionsgebäude aus den 1960er-Jahren im laufenden Betrieb umgebaut und erweitert. Ziel des Projekts war es, die vorhandene Bausubstanz funktional zu ergänzen und gleichzeitig eine klare architektonische Neuordnung zu schaffen, ohne den Arbeitsalltag des Unternehmens zu unterbrechen.

Kern des Entwurfs war die Aufstockung in Holzbauweise auf dem bestehenden Ziegelbau. Die Kombination aus dem massiven Altbau der 1960er-Jahre und der leichten, präzise gefügten Holzkonstruktion erzeugt einen spannenden architektonischen Dialog zwischen Bestand und Erweiterung. Durch die bewusste Wahl des Holzbaus konnte die Aufstockung mit geringem Eigengewicht realisiert werden und fügt sich mit klaren Proportionen harmonisch auf das bestehende Gebäude.

Ein markantes Element des Umbaus ist der vorgesetzte Stahlbetonkörper mit horizontalen Verglasungen, der als architektonisches Schild vor dem Altbau positioniert wurde. Zwischen Bestand und diesem neuen Baukörper entsteht ein natürlicher Spalt, der als Eingangssituation funktioniert. Der Zugang erfolgt von zwei Seiten, sowohl für Kunden als auch intern aus dem Werk, und bildet eine klare, funktionale Schnittstelle zwischen Produktion und Büro.

Aufgabe

Umbau und Aufstockung des Büro- und Produktionsgebäudes.

Architekten Leistungen

– Umbau im laufenden Büro und Produktionsbetrieb.
– Holzaufbau
– sämtliche Architektenleistungen

Status

– Fertigstellung 2002

Auftraggeber + Projektbeteiligte

– Auftraggeber privat
– Architekten: Liegler Takeh Architekten ZT GmbH

Credits

– Fotografie: Ivana Mirek

Im Zuge des Umbaus wurde zudem eine neue Treppe in den Bestand eingeschnitten, die die Ebenen miteinander verbindet und die interne Erschließung neu organisiert. In der Holzaufstockung befinden sich vor allem die Sozialräume der Mitarbeiter – Umkleiden, Duschen und Aufenthaltsbereiche –, wodurch die Arbeitsbedingungen im Betrieb wesentlich verbessert wurden.

Die Geschäftsführung blieb bewusst im Erdgeschoss angesiedelt. Die Entscheidung, die Büros der Leitung weiterhin auf der Ebene der Produktion zu belassen, unterstreicht das Selbstverständnis des Unternehmens: nah am Geschehen, mitten im Betrieb und nicht räumlich abgehoben.

So entstand durch den Umbau und die Aufstockung ein Gebäude, das Bestand und Erweiterung klar ablesbar miteinander verbindet. Die Kombination aus Ziegelbau, Holzaufstockung und prägnantem Stahlbetonelement schafft eine präzise gegliederte Architektur, die Funktionalität, klare Proportionen und eine zeitgemäße Erweiterung des bestehenden Betriebs vereint.